Denkmalgerechte Wege-Erneuerung ums Schmuckbeet Arminiushof


Nach vielen Anläufen, Schreiben und Ortsbegehungen zwischen Verein, Amt für Stadtgrün und Gewässer – Abteilung Freiraumentwicklung Sachgebiet Gartendenkmalpflege sowie dem Eigenbetrieb der Stadtreinigung Leipzig, Abt. Grünanlagen, ist es gelungen, ein gemeinsames Projekt zur Umgestaltung der Grünanlage am Arminiushof zu vereinbaren. Auf Vorschlag des Leiters der Abteilung Grünanlagen, Herrn Mitterer, wurde ein Lehrlingsprojekt ins Leben gerufen.

Am 15. April rückte das Lehrlingsteam der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau unter Leitung von Frau Meyer auf dem Gelände der Festwiese an. Sechs Lehrlinge vom 1. und 2. Lehrjahr begannen, nach den Vorgaben von Frau Schubert (ASG Gartendenkmalpflege), das Gelände zu gestalten. Mit großem Fleiß entstand nach und nach ein völlig neues Ensemble. Aus dem ursprünglich angedachten Verbreitern des Weges und einer Abgrenzung zur Wiese mit einem Bandeisen wurde eine fast komplette Erneuerung des von uns gepflegten Beetes. An dieser Stelle noch ein besonderer Dank an Herrn Mitterer, der die teilweise Neubepflanzung der Anlage und die Beschaffung und Installation neuer Papierkörbe initiiert hat.

Der halbrunde Weg wurde mit einer wassergebundenen Wegedecke aus graubeige-gelblichem Material ausgeführt. Die alten Kantensteine wurden aufgenommen und mit einer Rückenstütze neu gesetzt. Die Bepflanzung der rechten und linken Seite des Beetes mit Blumen erfolgte nach den Vorschlägen von Frau Meyer. Die Deckschicht der Staudenbeete erfolgte mit Fallschutzsand. Diese Schicht hat zum Ziel, auf Wildkraut hemmend zu wirken und den Boden länger feucht zu halten. Das Aufbringen von Fallschutzsand wurde vom EB Stadtreinigung schon oft auf anderen Staudenflächen angewandt, da die Alternative, Rindenmulch, den Boden übersäuert.

Um die tägliche Betreuung der fleißigen Arbeiter hat sich Christian Räntzsch gekümmert. Ein gemeinsamer Grillmittag und ein Mittagsbuffet mit Würstchen und belegten Brötchen, von Verena Graubner vorbereitet, waren die kulinarischen Höhepunkte für die Lehrlinge.

Bei den anfänglich kalten Temperaturen überraschte Frau Herrlich das Team mit Kaffee und kleinen Naschereien – an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön. Wasser und viele kleine Dinge stellten andere Bewohner zur Verfügung.

Am 29. April wurden die Arbeiten mit der Rasenansaat beendet. Am 30. April erfolgte die Abnahme des Areals durch die Denkmalpflege. Als Dankeschön für die Arbeit der "fleißigen Bienchen" übergab unser Mitglied Herr Menzel am Ende Honig aus eigener Produktion.

Auch von Seiten des Vereins einen großen Dank an alle Beteiligten. Es war eine sehr schöne, gemeinsame Arbeit, die wir gern bei weiteren Arbeiten fortsetzen möchten.

Es bleibt nur noch der Wunsch, dass das Geschaffene von Groß und Klein mit Respekt behandelt wird und der eine oder andere Anwohner sich nicht nur erfreut, sondern sich auch am Erhalt des Beetes beteiligt. Auch kann eine Kanne Wasser für den neuen Rasen und das Beet in der heißen Jahreszeit nicht schaden.

 

 

 

 


Text: Gerd Simon / Fotos: Gerd Simon, Christian Räntzsch, Cornelia Meyer / Mai 2021