Willkommen


Zweck des Vereins ist die Förderung der Denkmalpflege und kulturelle Aktivitäten und Traditionen des Gemeinschaftslebens in Marienbrunn. Im Mittelpunkt steht dabei die denkmalgeschützte Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn im Sinne ihrer Gründungsidee mit angrenzenden Straßen und Parkanlagen.
Zur Dokumentation des reizvollen Wohngebietes gibt der Verein jedes Jahr einen Kalender heraus und drei Mal pro Jahr erscheint ein Mitteilungsblatt des Vereins.
Zum Johannistag, am 24. Juni, treffen sich Freunde von Marienbrunn an der Marienquelle im Amselpark. Auf dem Arminiushof veranstaltet der Verein jeden letzten Samstag im August ein Familienfest und im Dezember das traditionelle Glühweintreffen.

Termine

24. Juni 2024
Quellenfest am Johannistag

Beginn 19:00 Uhr

an der Marienquelle

An diesem Abend wird die neue Inschrift an der Marienquelle erstmals offiziell eingeweiht werden.

3. Juli 2024
Vorstandssitzung

Beginn 19:00 Uhr

Gaststätte SüdOst

31. August 2024
Familienfest

Beginn 14:00 Uhr

auf dem Arminiushof

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Aktuelles

News
10.06.2024
Heidrun und Ronald Börner

"Gegen das Vergessen" – eine Ausstellung und was sie mit Marienbrunn zu tun hat

Im Januar 2024 besuchten wir in den Promenaden des Hauptbahnhofes und auf dem Vorplatz eine Ausstellung. Der italienische Fotograf Luigi Toscano hat seit 2014 über 400 Überlebende der NS-Verfolgung in aller Welt interviewt und porträtiert.

Nun war seine Ausstellung mit großformatigen Porträts und kurzen Biografien in Leipzig zu sehen. Diese vermittelten einen Eindruck, welche furchtbaren Schicksale unbescholtene Bürger plötzlich erleben mussten und wie sie in ihrem weiteren Leben mit diesen Folgen und Traumata umgingen. Oftmals waren sie die einzigen Überlebenden ihrer Familien, hatten häufig Schuldgefühle, warum sie und nicht ihre Eltern oder andere Verwandte überlebt hatten. Manche haben erstmals in ihrem Leben während dieser Interviews überhaupt über das Erlebte reden können. Mit jedem weiteren Porträt wurde uns wieder einmal deutlich, dass es sich nicht um schlimme Einzelschicksale handelte, sondern ein perfides System dahintersteckte. Die letzte Gruppe der Dargestellten waren Leipziger.

Und damit wurde es für uns ganz persönlich, konkret und erschütternd. Verbunden mit uns vertrauten Orten und Stellen in Leipzig waren es deren Kindheits-, Lern- oder Arbeitsorte, Plätze des Versteckens, der Verhaftung und Deportation, was uns diese Schicksale sehr persönlich gemacht hat. Dass einige Plakate zerstört oder beschmiert waren, hat uns angesichts der Verächtlichmachung und der Herabwürdigung dieser Menschen sprachlos und wütend gemacht.

Aber wir haben uns auch bei einer Leipzigerin daran erinnert, von ihrem Schicksal schon einmal gehört zu haben – Eva Maria Hillmann. Sie hat überlebt, weil sie als Kind von einem Marienbrunner Ehepaar im Rotkäppchenweg versteckt wurde. Darüber wurde in der LVZ berichtet (an dem Wohnhaus wurde eine Gedenktafel angebracht) und auch darüber, wie sie mit ihrem Schicksal umging und wie sie, als eine der immer weniger werdenden Überlebenden, Kindern und Jugendlichen weiter darüber berichtet.

Über Eva Maria Hillmann berichtete die Leipziger Volkszeitung in folgenden Artikeln:

News
08.06.2024

Neue Inschrift Marienquelle

Ende März konnte das Vermächtnis von Andreas Berger, die Sanierung der beiden Ecksteine an der Marienquelle, durch den Verein umgesetzt werden. Sie werden immer an ihn erinnern.

News
08.06.2024
Christian Räntzsch

Die Trockenmauer auf der Festwiese am Arminiushof erstrahlt im neuen Glanz

Wie im Mitteilungsblatt 1/2024 berichtet, wurden die Arbeiten zur Instandsetzung der Trockenmauer im Januar unterbrochen. Aber dann ging es Schlag auf Schlag. Bevor die Mauer wiederaufgebaut werden konnte, musste ein Fundament hergestellt werden. Dazu wurde ein Graben von ca. 40 Zentimeter Tiefe ausgehoben und Mineralgemisch, eine Art Schottergemisch in verschiedenen Körnungen, lagenweise eingebracht und verdichtet. Nun konnte mit der Verlegung der ersten Kalksteine begonnen werden. Leider fehlte eine größere Anzahl von Steinen, da die obersten Mauerschichten nicht mehr vollständig vorhanden waren.

Zum Glück waren in den Lagern des Amtes für Stadtgrün und Gewässer und des Eigenbetriebes Stadtreinigung Leipzig geeignete Kalksteine vorhanden. Diese wurden mit Winkelschleifer, Hammer und Meißel passgenau bearbeitet. Nach dem Setzen der Steine erhielt die Mauer eine Hinterfüllung, bestehend aus Einkornkies und einem Vlies.

Vor der Mauer, besonders in den Randbereichen, musste das Gelände abgetragen werden. Leider schien nicht immer die Sonne, sodass die Lehrlinge im aufgeweichten Boden graben mussten.

Zur Aufmunterung brachten Marienbrunner den Azubis Tee und Pfannkuchen, was einen Motivationsschub gab. Am Ende entstand wieder ein ebenes Gelände, das zum Schluss mit einer Raseneinsaat versehen wurde.

Rechts und links der Kalksteinmauer waren die Lehrlinge ebenfalls im Einsatz. Sträucher wurden verjüngt und zwei Rhododendron-Büsche gepflanzt.

Die in ihrer ursprünglichen Länge wiederhergestellte Kalksteinmauer und deren Umfeld können sich wirklich sehen lassen. Nun erstrahlt der nördliche Teil des Arminiushofes wieder in neuem Glanz.

Der Verein der Freunde von Marienbrunn und die Anwohner möchten sich ganz herzlich bei den Azubis des ersten Lehrjahres für die engagierte Arbeit bedanken. Ebenso gilt unser Dank der Lehrausbilderin Frau Meyer, die mit viel Fachwissen und Geduld die Lehrlinge angeleitet hat und wenn nötig tatkräftig mit angepackt hat.

Danke sagen möchten wir dem Sachgebiet Gartendenkmalpflege des Amtes für Stadtgrün und Gewässer für die planerische Vorbereitung und die fachliche Unterstützung durch Frau Schubert vor Ort.

Wir Marienbrunner würden uns freuen, wenn wir vielleicht im nächsten Jahr wieder Lehrlinge in Marienbrunn begrüßen können.

News
08.06.2024
Christoph Bock

Neues von der Marienquelle

Bereits bei der Gründung unseres Vereins war die Marienquelle ein wichtiges Anliegen unserer Vereinsarbeit. In den 1990er-Jahren, vor ihrer Instandsetzung, war zunächst unklar ob dort überhaupt noch Wasser anzutreffen sein wird. Seit der Herrichtung der Anlage war das Quellwasser gut sichtbar, wenn es denn entsprechend anstand. Nicht selten fiel die Quelle trocken. Oft war an ihrem Überlauf aber auch ein leises Plätschern zu vernehmen, verursacht durch überschüssiges Quellwasser. Ein gutes Zeichen, da sie dann ausreichend Wasser führte, ein Wasserwechsel stattfand und das Quellwasser klar und rein zu sehen war.

Im Zuge von Arbeiten am Leitungsnetz legten die Leipziger Wasserwerke 2018 eine alte Bestandsleitung im angrenzenden Amselpark still, über die der Überlauf der Quelle offenbar das überschüssige Quellwasser abführte und auch der Quellenvorplatz entwässert wurde. In den Leitungsbestandsplänen war dies jedoch nicht vermerkt.

Nach mehreren niederschlagsarmen Jahren kam es im Sommer 2020, nach intensivem Regen, auf der gesamten Vorfläche der Quelle zu einem erheblichen Wasseraufstau. Er bildete sich durch Versickerung langsam zurück. Mit unterschiedlicher Intensität wiederholte sich dies in der Folgezeit, auch bei weniger starkem Regen.

Um hier Abhilfe zu schaffen und Lösungen zu finden nahmen wir, der Vorstand unseres Vereins, Kontakt zu den Leipziger Wasserwerken und dem Amt für Stadtgrün und Gewässer (ASG) auf und vereinbarten einen gemeinsamen Ortstermin. Es wurden Lösungsvorschläge besprochen und bewertet. Im Ergebnis gab es aus unterschiedlichen Gründen jedoch keine Entscheidung zu einer Lösungsvariante.

Wir wollten in der Sache vorankommen und nahmen daher zur Bewertung der baulich möglichen Varianten Kontakt mit einem erfahrenen Ingenieurbüro auf. Als Grundlage für weitere Beratungen sollte es die Möglichkeiten technisch und kostenseitig untersuchen und ggf. priorisieren. Für die Finanzierung dieser Ingenieurleistung stellten wir im Rahmen des Bürgerhaushaltes einen Antrag beim Stadtbezirksbeirat Süd. Leider wurde er abschlägig entschieden. Das Ingenieurbüro konnte somit nicht beauftragt werden.

Um dennoch inhaltlich weiterzukommen, erfassten wir nun über einen repräsentativen Zeitraum die Wetter- und Überstauungsereignisse an der Marienquelle. Sowohl als Grundlage für eine ggf. vereinfachte ingenieurtechnische Planung als auch für Gespräche mit den Verantwortlichen der Stadt.

Im Februar dieses Jahres stellte sich an der Marienquelle eine ganz neue Situation ein. Nach umfangreichen Niederschlägen in den Vormonaten war der die Quelle speisende Schichtenwasserleiter so ergiebig, dass zunächst die Quelle über den Rand ihrer Einfassung trat und bald darauf auch flächenhaft austretendes Wasser auf der Vorplatzfläche anstand. Unabhängig von aktuellen Niederschlägen entstand ein See mit zum Teil mehr als 30 Zentimeter Wassertiefe. Schon bald fühlte sich hier ein Entenpärchen sehr wohl.

Der Weg vor der Quelle war nicht mehr nutzbar. Der untere Teil des geschmiedeten Tores der Quelle stand nun dauerhaft im Wasser. Dieser Zustand hielt bis Anfang Mai an.

Aufgrund dieser grundsätzlich neuen Sachlage gingen wir umgehend auf die Verantwortlichen der Stadt zu. Unser Vereinsmitglied Dr. Jochen Wünscher unterstützte uns hierbei, insbesondere beim Zusammenwirken mit den Leipziger Wasserwerken.

Im Ergebnis der gemeinsamen Abstimmungen können wir nun hoffen, dass die Überstauungsproblematik an der Quelle beseitigt wird. Besonderer Dank gilt hier Frau Windisch-Kummer, der Leiterin des Sachgebietes Gartendenkmalpflege im ASG, für ihr konstruktives und lösungsorientiertes Engagement in dieser Sache.

Zur Vorbereitung einer baulichen Lösung wird das ASG nun zunächst die notwendige technische Planung beauftragen.

Publikationen
05.06.2024

Aktualisierte Broschüre

Die Broschüre "Gartenstädte und Werkssiedlungen in Deutschland" wurde um die Gartenstadt Magdeburg erweitert. ... Mehr

News
06.03.2024

Neue Freunde der Marienquelle

Schwimmt hier ein Entenpärchen auf einem See? Mitnichten! Die beiden tummeln sich in einer großen Pfütze direkt vor der Marienquelle. Ein seltener Anblick allemal.

Publikationen
27.02.2024

Mitteilungsblatt

Das neue Mitteilungsblatt (I / 2024) ist erschienen! ... Mehr

Themen sind: Glühweinfest / Die neue Inschrift der Marienquelle – Andreas Bergers Wunsch wird erfüllt / Sanierung der Trockenmauer auf der Festwiese am Arminiushof / Manchmal geht es schnell – neue Bäume An der Tabaksmühle / Solarmodule auf Denkmaldächern? / Schaufenster in die Geschichte – ein Marienbrunn-Almanach / Was für eine Freude / Kinderseiten

News
26.02.2024

Großes Familienfest 2023 – 110 Jahre Gartenvorstadt Marienbrunn

Besser spät als gar nicht: Fotoimpressionen vom großen Familienfest zur Feier 110 Jahre Gartenvorstadt Marienbrunn. Hier.

News
25.02.2024
Christian Räntzsch

Solarmodule auf Denkmaldächern?

Das Interesse an der Gewinnung von Strom aus Sonnenenergie nahm in den vergangenen Jahren zu. Da aber die Installation von Solarpanelen auf den Dachflächen den Gesamteindruck eines Hauses erheblich verändert, bewertete die Denkmalpflege solche Vorhaben bisher als nicht denkmalverträglich.

Zunehmend aber konkurrieren Interessen an der nachhaltigen Energieerzeugung mit der Bewahrung historischer Gebäudeansichten. Wir fragten bei der Bezirkskonservatorin nach dem Stand der stadtinternen Diskussion und erfuhren, dass für die Siedlung Marienbrunn eine denkmalpflegerische Zielstellung in Vorbereitung ist.

Wir werden in einem der folgenden Mitteilungsblätter informieren, sobald eine Richtlinie veröffentlicht wird.

News
25.02.2024
Ronald Börner

Die neue Inschrift der Marienquelle – Andreas Bergers Wunsch wird erfüllt

Im Mitteilungsblatt 2/2023 haben wir von den vielen mühseligen Schritten seit 2022 zur Genehmigung der Wiederherstellung der historischen Inschrift an der Marienquelle berichtet. Inzwischen hat es deutliche Fortschritte gegeben:

  • Nach einem Einspruch des Amts für Stadtgrün und Gewässer (ASG) zur denkmalrechtlichen Genehmigung gab es weitere Abstimmungen zwischen den Ämtern und mit Hilfe unserer Zuarbeit wurde ein neuer Antrag gestellt, der vom Landesamt für Denkmalpflege (LfD) kurzfristig genehmigt wurde.
  • Auf dieser Basis haben wir zusammen mit dem Steinmetzbetrieb eine Schrift-Schablone gefertigt und zur Freigabe vorgelegt.
  • Vom Regionalverantwortlichen des LfD und dem zuständigen Denkmalpfleger der Stadt Leipzig gab es Änderungswünsche.
  • Diese konnten wir mit den Denkmalpflegern im direkten Gesprächklären und die Details der künftigen Schrift definieren.
  • Letztlich konnte vor Weihnachten eine freigegebene Schriftschablone dem Steinmetz übergeben werden.

D. h., der Genehmigungsmarathon ist erst einmal absolviert – hurra! Wir sind jetzt bei der Ausführung.

Der Steinmetz hat bereits die beiden Steine bestellt, wird sie jetzt als Winterarbeit in seiner Werkstatt bearbeiten und die Schrift darauf ausführen. Sobald es das Wetter im Frühjahr zulässt erfolgen dann die Arbeiten vor Ort: Das Zurückarbeiten der Steine und der Einbau der neuen Steine – komplett mit Schrift. Natürlich werden die Ämter weiterhin all unsere Schritte akribisch begleiten und beobachten. Das wird aber die Fertigstellung nicht mehr infrage stellen.

Wir danken allen Spendern. Ohne die Initiative der Familie Berger wäre es nicht zu diesem Startsignal gekommen. Unser Verein hatte die Verantwortung für die Realisierung der Inschrift – und damit des Spendenzweckes – sowie die Beisteuerung evtl. fehlender Mittel übernommen. Die bisherigen Spenden reichen tatsächlich nicht. Es kann (und soll, und darf) weiterhin aufs Vereinskonto unter dem Stichwort 'Inschrift Quelle' gespendet werden.

Einen ersten Vorgeschmack auf die fertige Quelle zeigen die Fotos vom jetzigen Zustand sowie ein Entwurf der Schriftschablone. Unsere erste Veranstaltung an der Marienquelle mit neuer Inschrift soll das Johannisfest am 24. Juni sein.

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Quellenfest am Johannistag

Beginn 19:00 Uhr

an der Marienquelle

An diesem Abend wird die neue Inschrift an der Marienquelle erstmals offiziell eingeweiht werden.

3. Juli 2024
Vorstandssitzung

Beginn 19:00 Uhr

Gaststätte SüdOst

31. August 2024
Familienfest

Beginn 14:00 Uhr

auf dem Arminiushof

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Die Gartenvorstadt Marienbrunn ist Partnerstadt des Netzwerkes Europäische Gartenstadt.