Der Verein


Vereinsaufgaben

Der Verein stellt sich die Aufgabe, die Förderung der Denkmalspflege, sowie kulturelle Zwecke im Wohngebiet Marienbrunn (Alt-Marienbrunn und angrenzende Straßen) zu betreiben.

Dazu gehören insbesondere

Die vollständige Satzung können Sie hier lesen.

Haben wir Ihr Interesse an der Arbeit unseres Vereins geweckt. Sie sind herzlich eingeladen, sich über unsere Arbeit zu informieren oder sich sogar selbst zu beteiligen. Unser Beitrittsformular finden Sie hier.

Vorstand

Von links: Gerd Voigt (Vorstandsvorsitzender), Christoph Bock, Verena Graubner, Dieter Naumann, Gerd Simon (Vorsitzender Revisionskommission), Tobias Weichert, Jochen Kinder, Klaus Frankenstein (Schatzmeister), Ronald Börner (Information / Post).

Den Vorstand können Sie über das Kontaktformular kontaktieren oder bei einem Besuch der öffentlichen Vorstandssitzung treffen.

Nähere Informationen finden Sie hier.

Geschichte

Einer Bauausstellung, und zwar der Internationalen Baufachausstellung (IBA) des Jahres 1913, verdankt auch die Gartenvorstadt Leipzig-Marienbrunn ihre Existenz.
Zu Beginn des Jahrhunderts hatten sozial denkende Architekten als Alternative zum damaligen Bauen - Villen für die Wohlhabenden, Mietshäuser für die weniger Bemittelten - die Gartenstadtidee entwickelt: auf "wohlfeilem", das heißt auf noch nicht durch kapitalistische Bodenspekulation verteuertem Bauland sollten Eigentumswohnungen als Reihen-, nicht als Einzelhäuser inmitten von großzügig angelegten Garten- und Parkanlagen errichtet werden. In knapp neun Monaten bis zum Beginn der IBA am 3. Mai 1913 entstand hier eine Siedlung.

Unter der Gesamtleitung von Stadtbaudirektor Strobel waren so bekannte Architekten wie Franz Hänsel, der unter anderem Specks Hof entworfen hatte, Tschammer und Weidenbach, nach deren Plänen neben anderem die Russische Kirche gebaut worden war, der gebürtige Norweger Peter Dybwad, der Schöpfer des Schlosses Abtnaundorf, sowie Otto Droge, auf dessen Reißbrett später die Berufsschule für Polygraphie entstehen sollte, beteiligt.

Den Mittelpunkt der Siedlung bildet der Arminiushof, auf dem inmitten von weiträumig angelegten Grünflächen und Blumenrabatten ein von Tschammer geschaffener Brunnen - eine Erinnerung an den namengebenden Marienborn - stand, dessen Reste in der Nachkriegszeit abgerissen wurden. Hier, wo die Gartenstadtidee am reinsten verwirklicht werden konnte, fällt dem Betrachter auf, dass die Gebäude zwar einheitlich als zweistöckige Reihenhäuser konzipiert sind, jedes von ihnen aber architektonisch etwas anders gestaltet ist, so dass bei einer Einheitlichkeit im ganzen eine wohltuende, abwechslungsreiche Vielfalt im Detail erreicht wurde.

Die jetzt beim Vorstand des Vereins erhältliche Gestaltungsfibel für das private Grün der Gartenvorstadt Leipzig Marienbrunn stellt den historischen Zustand vor und gibt Anregungen zur Wiederherstellung des einstigen Aussehens.

3 historische Postkarten der Gartenvorstadt Marienbrunn
Quelle: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

Luftaufnahme der Gartenvorstadt Marienbrunn Heute